04.03.2015 31.08.2022
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Stadtklima im Wandel

Städtische Räume reagieren hoch sensibel auf Veränderungen des Klimas wie auf ausgedehnte Hitzeperioden, starke Unwetter oder Hochwasser. Die Konsequenz: Städte müssen sich schon jetzt auf den Klimawandel vorbereiten. Dabei sind Städte besonderer Ort von Zielkonflikten, beispielsweise zwischen dem steigenden Siedlungsdruck einerseits und den nötigen Anpassungen an die Folgen des Klimawandels andererseits. Auch der richtige Umgang mit hoher Stickoxid-Belastung ist für Städte eine Herausforderung.

Die Fördermaßnahme „Stadtklima im Wandel" widmet sich diesen Fragestellungen. Ziel ist es, Städten ein wissenschaftlich fundiertes, praxistaugliches Instrumentarium an die Hand zu geben werden, mit dem sich Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas und der Luftreinhaltung planen lassen. Dafür sollte gemeinsam mit zukünftigen Anwendern ein neues, gebäudeauflösendes Computermodell für die Stadtklimamodellierung konzipiert werden.

In der ersten Phase der Maßnahme wurde das Grundgerüst für das Stadtklimamodell „PALM-4U" entwickelt. Wichtige Meilensteine waren dabei die Herausarbeitung der Anforderungen an ein solches Modell, mehrere Messkampagnen, sowie die Veröffentlichung der ersten Version des Modells.

Aufbauend auf diesen Ergebnissen ist das übergeordnete Ziel für die zweite Phase, das Stadtklimamodell zu einem praxistauglichen Produkt weiterzuentwickeln, das die Bedürfnisse von Kommunen und anderen Anwendern nicht nur im Forschungseinsatz erfüllt. Gleichzeitig soll das Modell auch für wissenschaftliche Forschung eingesetzt und dafür entsprechend weiterentwickelt werden. Hierfür sind insbesondere eine vollständige Evaluierung des Modells und sich daraus ergebende notwendige Weiterentwicklungen, eine Nutzeroberfläche sowie deutlich erweiterte Tests in Praxisanwendungen notwendig. Die etablierte Modulstruktur aus der ersten Phase bleibt dabei im Wesentlichen erhalten. Die Arbeiten sind daher wieder in drei Modulen organisiert, die sich den Teilaspekten Modell-Entwicklung, Evaluierung und wissenschaftliche Anwendung, sowie Praktikabilität und Verstetigungsstrategie widmen. Innerhalb der Module arbeiten drei Verbundvorhaben (MOSAIK-2, 3DO+M, ProPolis) mit insgesamt 25 Teilprojekten zusammen. Die zweite Phase der Fördermaßnahme wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) für drei Jahre mit rund 13 Mio. € finanziert. Die Fördermaßnahme ist gleichzeitig der erste Baustein der Leitinitiative „Lokale Klima- und Umweltmodelle" der BMBF Digitalstrategie und des Aktionsplans „Natürlich. Digital. Nachhaltig.". Die Leitinitiative soll Städte und Regionen mit Hilfe digitaler Anwendungen dabei unterstützen, Nachhaltigkeitsziele wie Resilienz, Klimaschutz und Umweltschutz zu erreichen. Dafür schafft das BMBF digitale Tools, die Daten und Modelle aus der Forschung nutzbar machen für Anwender in Städten und Regionen.

Forschungsprojekte

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