04.03.2015
31.05.2019


Stadtklima im Wandel

Städtische Räume reagieren hoch sensibel auf Veränderungen des Klimas wie auf ausgedehnte Hitzeperioden, starke Unwetter oder Hochwasser. Die Konsequenz: Städte müssen sich schon jetzt auf den Klimawandel vorbereiten. Dabei sind Städte besonderer Ort von Zielkonflikten, beispielsweise zwischen dem steigenden Siedlungsdruck einerseits und den nötigen Anpassungen an die Folgen des Klimawandels andererseits.

Dargestellt ist die mit dem Modell PALM simulierte Ventilation und Strömungsmuster für die Halbinsel Macau (rot = schlecht, blau = gut). Die Windpfeile zeigen den zeitlich gemittelten Horizontalwind auf Straßenniveau an. PALM steht fü (Leibniz Universität Hannover / Maronga und Gronemeier 2016)
Mit dem Modell PALM simulierte Ventilation und Strömungsmuster für die Halbinsel Macau.
Foto: Leibniz Universität Hannover / Maronga und Gronemeier 2016

Grundlage für die daraus notwendigen planerischen Entscheidungen in Städten sind leistungsstarke Stadtklimamodelle. Bisher fehlen jedoch solche Modelle, die in der Lage sind, klar definierte Aussagen zu Klimaveränderungen und zu stadtklimatologischen Zusammenhängen zu treffen.

Im Rahmen der Fördermaßnahme „Stadtklima im Wandel“ - Urban Climate Under Change [UC]² soll vor diesem Hintergrund eines neues, innovatives Stadtklimamodell entwickelt werden.
Dieses wird in der Lage sein, atmosphärische Prozesse gebäudeauflösend zu simulieren. Damit können fachübergreifende Analysen zur Bewertung durchgeführt sowie Maßnahmen zur Verbesserung des Stadtklimas und der Luftreinhaltung geplant werden. 

„Stadtklima im Wandel“ stellt sich damit der Herausforderung, Großstädten und Stadtregionen ein wissenschaftlich fundiertes, praxistaugliches Instrumentarium zur Bewältigung der mit heutigen und zukünftigen Klimabedingungen und Luftbelastungen einhergehenden Probleme an die Hand zu geben. Die Fördermaßnahme begann am 1. Juni 2016 mit einer Laufzeit von drei Jahren. Die Arbeiten sind in drei Modulen organisiert, die sich den Teilaspekten Modell-Entwicklung, Evaluierung, und Nutzertauglichkeit widmen. Innerhalb der drei Module (A, B, C) arbeiten vier Verbundvorhaben (MOSAIK, 3DO, KliMoPrax und UseUClim) mit insgesamt 30 Teilprojekten zusammen.

Zuletzt geändert: 17.11.2016