Workshops

Hier finden Sie die (vorläufigen) Workshop-Beschreibungen:

TAG  1 – 13.03.2024

Workshop 1

Wie wirken Konzepte einer nutzungsgemischten, produktiven und lebendigen Stadt gegen Funktionsverlust, Monostrukturen und Leerstand in Innenstädten und Stadtquartieren? Im Workshop werden rückblickend die Erfahrungen aus Projekten vorgestellt, die in den vergangenen sieben Jahren im Rahmen der BMBF-Fördermaßnahmen „Nachhaltige Transformation urbaner Räume" und „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt" gefördert wurden. Im Fokus stehen die Projekte UrbaneProduktion.Ruhr, StadtQuartier 4.0/4.1, TransZ, EHSS und GeWA. Die wissenschaftlich Verantwortlichen präsentieren besondere Erkenntnisse und Wirkungen. Im Dialog mit einbezogenen Kommunen werden die über den Projektzeitraum reichenden Perspektiven sowie die Frage, inwieweit die Kommunen vom Projekt und der Forschung generell profitiert haben, thematisiert.

Workshop 2

Das Auto spielt in der berufsbedingten Alltagsmobilität nach wie vor eine bedeutende Rolle, obgleich es gerade hier eine Reihe nachhaltiger Alternativen gibt und sich – verstärkt durch die Pandemie – zudem eine hybride Arbeitswelt etabliert hat. Als wichtige Bausteine zur Reduktion der Umweltbelastungen durch den Pendlerverkehr gelten unter anderem ein entsprechend ausgerichtetes betriebliches Mobilitätsmanagement, das Vorhandensein eines multimodalen Mobilitätsangebots oder auch die Flexibilisierung von Arbeitszeiten. Mit den richtigen Anreizen und Angeboten kann hierüber der ÖV gestärkt und die intermodale und aktive Mobilität gefördert werden. Vor dem Problemhintergrund der in Deutschland weiter wachsenden Pendlerverkehre, nimmt der Workshop das Thema der individuellen beruflichen Alltagsmobilität im Rahmen einer differenzierten Betrachtung von Wohnen, Arbeiten und weiterer alltäglicher Grundbedürfnisse (Einkauf, Kinderbetreuung etc.) in den Fokus. Im Rahmen von Vorträgen sollen Routinen in der berufsbedingten Mobilität analysiert, Einflussfaktoren identifiziert und Ansatzpunkte und Maßnahmen zur Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen präsentiert werden. Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus den vorgestellten Forschungsprojekten und Fragestellungen – beispielsweise zur Übertragbarkeit erfolgreicher Maßnahmen – sollen im Anschluss an die Vorträge im Rahmen eines offenen Podiumsgesprächs gemeinsam diskutiert und zukünftige Forschungsbedarfe identifiziert werden.

Workshop 3

Grüne Infrastruktur kann einen wesentlichen Beitrag zur Klimaresilienz im städtischen Raum leisten. Zur Entwicklung und zum Erhalt, aber auch zur Quantifizierung des Nutzens von grüner Infrastruktur haben in der Fördermaßnahme „Klimaresilienz durch Handeln in Stadt und Region" Kommunen und Wissenschaft in gemeinsamen Forschungsprojekten Lösungen und Antworten entwickelt. Der Workshop präsentiert zunächst Ergebnisse aus diesen innovativen Forschungsprojekten. Bezugnehmend auf diese Beispiele stellt danach das Deutsch-Französische Zukunftswerk Thesen aus seinen Handlungsempfehlungen für eine erhöhte Verbindlichkeit für eine hochwertige grüne Infrastruktur vor. Diese Empfehlungen wurden in einem innovativen Dialogprozess mit deutschen und französischen Kommunen sowie Vertretern aus Wirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft entwickelt. Praxispartner des Zukunftswerks berichten von ihren Erfahrungen, die in die Handlungsempfehlungen eingeflossen sind. Anschließend werden die Projektergebnisse und Empfehlungen sowie die Potenziale von Stadtgrün gemeinsam diskutiert.

Impulsgeber:
• Prof. Dr. Simone Linke, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (Projekt Grüne Stadt der Zukunft, München)
• Prof. Dr. Hubertus von Dressler, Hochschule Osnabrück (Projekt Grüne Finger, Osnabrück)
• Prof. Dr. Frank Baasner, Ko-Direktor des Deutsch-Französischen Zukunftswerks
Gesamtmoderation:
• Lale Eckardt, Leiterin der Geschäftsstelle des Deutsch-Französische Zukunftswerks in Berlin

Workshop 4

Digital unterstützte Alternativen zum privaten Auto sind ein Hoffnungsträger für eine nachhaltige Mobilität. Um jedoch wirklich attraktiv zu sein, müssen sie zuverlässig, flexibel, einfach und bezahlbar sein. On-demand-Angebote am Stadtrand und auf dem Land sind ebenso wie wohnungs- und arbeitsplatznahe Mobilitätsstationen, die verschiedene Mobilitätsoptionen bieten, zwei wichtige Säulen einer smarten Mobilität. Sie sollen helfen, die „erste und letzte Meile" zu überwinden. Nicht zuletzt sollen sie Angebotslücken in den Tagesrandzeiten und in wenig besiedelten Räumen schließen helfen. Aber was sind die Mindeststandards bei On-demand-Angeboten und wann ist eine Mobilitätsstation für die Nutzer*innen überhaupt interessant? Ist nicht vielmehr eigentlich ein Netz von Angeboten nötig? Wer betreibt eigentlich smarte Mobilität und wie gelingt eine Integration in den klassischen öffentlichen Verkehr? Wie werden solche neuen Services finanziert? Diese und weitere Fragen sollen in dem Workshop behandelt werden.

Workshop 5

Partizipation spielt in deutschen Kommunen bereits seit geraumer Zeit eine Rolle und ihre Bedeutung nimmt stetig zu. Dies betrifft auch die Planung von kommunalen Infrastrukturmaßnahmen wie Verkehrs- und andere Bauprojekte. Denn Bürgerinnen und Bürger wollen und sollen an der Entwicklung ihrer Lebenswelt beteiligt werden. Oft müssen sich Beteiligungsprozesse jedoch den Vorwürfen stellen, Planungsprozesse zu verlängern, keine neuen Erkenntnisse für die Planung zu bringen oder auch von bestimmten Meinungsgruppen, die nicht unbedingt der Mehrheit entsprechen, gekapert zu werden. Daher stellt sich die Frage, wie Beteiligungsprozesse vor diesem Hintergrund erfolgreich und effizient durchgeführt werden können, so dass alle relevanten Nutzer- und Bevölkerungsgruppen und deren Perspektiven eingebracht werden können und am Ende ein Ergebnis steht, das von vielen getragen wird.

Zentrale Fragestellungen sind:

  • Wie soll transdisziplinäre Forschung gestaltet werden, um Partizipation zu ermöglichen?
  • Welche Themen und Formate sollten in der Forschung adressiert und weiterentwickelt werden?
  • Welche weitere Unterstützung benötigen Kommunen, um gute Partizipation umzusetzen?
Impulsgeber:
  • Dr. Uli Molter (Stadt Oberursel)
  • Nina Rösner (Takomat GmbH)
  • Prof. Dr. Kai Vöckler (Hochschule für Gestaltung Offenbach)
  • Hanna Bader (Stadt Offenbach)
  • Sandra Behnisch (Stadt Dresde)

TAG  2  – 14.03.2024

Workshop 6

Der Workshop greift das Fokusthema „urbane Produktion" aus der BMBF-Zukunftsstadtforschung auf, schlägt eine Brücke zur „produktiven Stadt und Region" und zeigt, wie dieses wichtige Handlungsfeld der nachhaltigen Stadtentwicklung (verankert in der Neuen Leipzig Charta 2020) programmatisch und anwendungsbezogen in den Kommunen weiterentwickelt wird. Er fragt danach, welche aktuellen Trends und Charakteristika der „produktiven Stadt" in der Region Stuttgart im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA'27) umgesetzt werden. Weitere spannende Themen, die bei den IBA-Projekten eine Rolle spielen, aktuelle Trends widerspiegeln, für die künftige Forschung interessant sind und im Workshop diskutiert werden: Urbanisierung und Nachhaltigkeitspotenziale der kompakten, durchmischten Stadt; Rolle der Produktion im Quartier, im Stadtumland, im regionalen Umland; soziale Innovationen und neue Trägerformen bei Konversion, Umnutzung von Gewerbeimmobilien und Entwicklung neuer Wohntypologien und Bauweisen.

Workshop 7

Theoretisch wissen wir, wie ein klimaneutraler Gebäudebestand erreicht werden kann. Doch in der Umsetzung hapert es an verschiedenen Stellen. In dem vom BMBF geförderten Projekt „SInBa – Soziale Innovationen im Bauen, Wohnen und der Stadtentwicklung" erproben das Wuppertal Institut und inter3 mit und in den Städten Mannheim und Wuppertal soziale Innovationen, die an den bestehenden Umsetzungshemmnissen ansetzen. In diesem Workshop stellt das Projektteam die Arbeiten vor und bietet Raum für Diskussionen mit Wissenschaft, Praxis, Kommunen und anderen Akteuren. Gemeinsam möchten wir spannende soziale Innovationen kennenlernen und herausarbeiten, an welchen Stellen sie nötig sind, um auf dem Weg zum klimaneutralen Gebäudebestand weiterzukommen.

Workshop 8

Die sozial-ökologische Transformation wird derzeit zumeist lokal und innerhalb kommunaler Grenzen verhandelt. Mit dem neuen BMBF-Förderansatz der regionalen Transformationsräume sollen klimapolitisch notwendige Maßnahmen in großräumigen Reallaboren erprobt werden. Hierfür werden Akteure aus Wissenschaft und Praxis wie Kommunalverwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammengebracht, um Synergien zum Beispiel für die Energie- und Mobilitätswende zu identifizieren und beschleunigt nutzbar zu machen. Eine zentrale Rolle kommt dabei Metropolregionen, Regionalverbänden und anderen interkommunalen Verbünden bei der Aktivierung, Partizipation und Koordination relevanter Akteure und dem Transfer der Reallaborergebnisse in die Breite zu.

Im Workshop stellen der Regionalverband FrankfurtRheinMain und die Metropolregion Nürnberg je ein großräumiges Modellprojekt zur Mobilitäts- und Energiewende vor. Die Fragen, die dabei diskutiert werden, beleuchten den Wissenstransfer und die Rolle der Forschung in Reallaboren sowie die Leitbildentwicklung und Multilevel-Governance in heterogenen Regionen. Diese Themen wollen wir gerne im Rahmen eines World Cafés mit den Teilnehmenden vertiefen.

Workshop 9

Die rechtlichen Rahmenbedingungen entscheiden mit darüber, ob und in welcher Geschwindigkeit die notwendige Transformation sowohl der Städte insgesamt als auch insbesondere der Mobilität gelingt. Dabei öffnen oder schließen übergeordnete Rahmenbedingungen, die Handlungsspielräume der Kommunen zur Gestaltung ihres Gemeinwesens. Es gibt offensichtlich Novellierungsbedarf bestehender Gesetze wie beispielsweise im Bauordnungs- und Bauplanungsrecht oder dem Straßenverkehrsrecht. Die Begrenzung des Flächenverbrauchs im Siedlungsbau und die Neuverteilung von Straßenraum sind konfliktbehaftete Postulate einer nachhaltigen Stadt- und Mobilitätsentwicklung mit erheblichem Regelungsbedarf. Zugleich bedarf es neuer rechtlicher Regulierungen in der Klimaanpassung sowie für die Umsetzung von Reallaboren. Neben der Schaffung von Rechtssicherheit sind dabei die Beschleunigung und Verstetigung von Transformationsvorhaben die vornehmlichen Ziele.

Workshop 10

Wir tauchen in diesem Workshop in die Frage ein, welche Wirkungen inter- und transdisziplinäre Forschungsprojekte in der nachhaltigen Stadt- und Mobilitätsforschung haben und wie diese erfasst und bewertet werden können. Der Fokus liegt auf der Entwicklung von angemessenen Wirkungskategorien und -indikatoren und ihrer Reichweite, mit besonderem Augenmerk auf ihre praxisorientierte Anwendung. Es werden nicht nur quantitative Kennziffern betrachtet, sondern auch qualitative Bewertungsverfahren erkundet und welche Potenziale und Schwierigkeiten sich durch ihre Verknüpfung ergeben. Dabei gerät auch in den Blick, was passieren muss, um temporäre Projekteffekte zu verstetigen und wenn angebracht auch zu skalieren. Gemeinsam wollen wir diskutieren: Welche Voraussetzungen hat eine erfolgversprechende und realistische Wirkungsermittlung aus Sicht der Praxis und der Forschung? Wie sollen Förderprogramme der sozial-ökologischen Forschung gestaltet sein, um diese Voraussetzungen zu schaffen?

Zuletzt geändert am