Rohstoffeffizienz - Forschung sichert Ressourcen

Die deutsche Rohstoffpolitik zielt auf eine sichere Rohstoffbasis, auf effizienten Ressourcen-Gebrauch und den Ausbau der Kreislaufwirtschaft. Damit wird das Land von Importen unabhängiger, nachhaltiger und das Wachstum der Branche befördert. Das Bundesforschungsministerium fördert dazu Forschung und Innovation.

Mediathekbild - mit dem Titel Umwelttechnologietransfer (Thomas Nguyen)
Foto: Thomas Nguyen

Sie sind die Elemente unseres modernen Lebens - Metalle und Mineralien. Sie stecken in Handys, Windrädern oder Elektrofahrzeugen und sorgen so rundum für unseren Alltag. Indium, Gallium und andere wertvolle Rohstoffe sind weltweit nur begrenzt verfügbar. Deutschland will deshalb seine Rohstoff-Produktivität bis 2030 um 30 Prozent gegenüber 2010 steigern, umso nachhaltiger mit den wertvollen Ressourcen umzugehen und sich von Importen unabhängiger zu machen.

Einen Schwerpunkt der rohstoffbezogenen Förderung innerhalb der „Forschung für Nachhaltige Entwicklung (FONA)“ bildet das Forschungs- und Entwicklungsprogramm „Wirtschaftsstrategische Rohstoffe für den Hightech-Standort Deutschland". Das Programm fokussiert insbesondere auf Hightech-Metalle und Mineralien, die für Zukunftstechnologien sicher verfügbar sein müssen. Gefördert werden in unterschiedlichen Fördermaßnahmen Forschungsteams aus Wissenschaft und Wirtschaft.  

Die Förderung umfasst derzeit mehrere Initiativen:

 

 

 

  • Bestandteil der internationalen Maßnahme „CLIENT II - Internationale Partnerschaften für nachhaltige Innovationen“ sind Forschungskooperationen deutscher Forschungseinrichtungen und Unternehmen mit internationalen Partnern für innovative Technologien und Dienstleistungen – im Rohstoffbereich derzeit sechs Projekte mit rund 10 Millionen Euro Fördersumme. Die Schwerpunktregionen bzw. -länder sind Südamerika, Kasachstan, die Mongolei und Vietnam.

 

  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) erhalten seit 2007 Forschungsförderung, um die Spitzenforschung im Mittelstand zu stärken. In der Fördermaßnahme „KMU innovativ: Ressourceneffizienz und Klimaschutz“ wird jährlich eine Förderung von etwa sieben Millionen Euro für die Entwicklung von Rohstoffeffizienztechnologien bereitgestellt.


Neuer Förderschwerpunkt Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft

Mit dem neuen Forschungskonzept „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft“ unterstützt das BMBF in den kommenden Jahren den Umbau der deutschen Wirtschaft von einer linearen Wirtschaftsweise zu einer ressourceneffizienten Kreislaufwirtschaft. Mit einem Fördervolumen von insgesamt 150 Millionen Euro sollen neue Technologien und Dienstleistungen, Designkonzepte und Geschäftsmodelle für die Kreislaufwirtschaft  gefördert werden. Die erste Förderinitiative „Ressourceneffiziente Kreislaufwirtschaft – Innovative Produktkreisläufe“ unterstützt mit bis zu 30 Millionen Euro angewandte Forschung, die innovative und wirtschaftliche Produktkreisläufe, Netzwerke und Kaskadensysteme entwickelt. Projektideen können noch bis zum 26. April 2018 eingereicht werden, die ersten Projekte sollen Anfang kommenden Jahres starten.



Zuletzt geändert: 29.01.2018