01.01.2006 Offenes Ende
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Forschung bietet Lösungen zur Anpassung an extreme Hitze

Extreme Hitze hat erhebliche negative Folgen für Mensch und Umwelt. In verschiedenen Forschungsprojekten werden Lösungswege für den Umgang mit extremer Hitze entwickelt, die vor Ort aufgegriffen werden können.

Infolge des Klimawandels werden extreme Hitzeereignisse in Deutschland immer häufiger und intensiver: Die Zahl der Hitzetage steigt und zugleich werden immer neue Höchsttemperaturen erreicht. Dies hat erhebliche negative Folgen sowohl für den Mensch als auch für die Umwelt. Insbesondere Kinder und ältere Menschen sowie Menschen mit Vorerkrankungen sind bei Hitze einem erhöhten gesundheitlichen Risiko ausgesetzt. Zudem werden hitzebedingte Arbeitsausfälle in bestimmten Branchen und auch bei gesunden Menschen wahrscheinlicher. Infrastrukturen der Daseinsvorsorge, wie etwa das Gesundheitssystem, die Verkehrsinfrastruktur oder Energieversorgung geraten ebenfalls bei extremer Hitze unter Druck. Zusätzlich verstärken unsere heutigen Siedlungsstrukturen, vor allem in den dicht bebauten städtischen Gebieten, die Auswirkungen extremer Hitze.

Um sich auf diese Extremereignisse einstellen zu können, müssen Maßnahmen zur Anpassung an extreme Hitze ergriffen werden. Die vom BMBF geförderte Forschung zeigt Lösungswege für den Umgang mit Hitze auf.

In aktuellen Fördermaßnahmen des BMBF erarbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Wissensgrundlagen für Prävention, Risikomanagement und Zukunftsvorsorge. Sie untersuchen zum Beispiel meteorologische beziehungsweise klimatologische Extremereignisse wie Hitzewellen (Fördermaßnahme ClimXtreme) und beschäftigen sich mit der Bereitstellung von notwendigen Klima- und Umweltinformationen für Städte und Regionen (Fördermaßnahme RegIKlim und Fördermaßnahme Stadtklima im Wandel), den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit (Fördermaßnahme Nachwuchsgruppen Globaler Wandel: Klima, Umwelt und Gesundheit) und erarbeiten praxisnahe Anpassungsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren (Fördermaßnahme Klimaresilienz). So werden beispielsweise angepasste Bebauungskonzepte mit mehr Grün- und Freiflächen, Strategien für die klimaangepasste Gestaltung des städtischen Grüns, Gesundheitsnetzwerke sowie Handbücher für lokales Hitzemanagement erstellt.

Die Forschungsergebnisse stehen Kommunalverwaltungen, Stadtplanern, Entscheidungsträgern sowie Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung, sodass sie von ihnen aufgegriffen und umgesetzt werden können.

 

Forschungsprojekte, die Grundlagen und Lösungen zum Umgang und zur Anpassung an extreme Hitze entwickeln:

  • HeatResilientCity: Hitzeanpassung von Wohnquartieren in Großstädten zur Stärkung der Klimaresilienz und Gesundheitsvorsorge
  • ExTrass: Klimaangepasste Quartiersentwicklung und kommunale Risikokommunikation in Mittel- und Großstädten
  • Grüne Lunge: Anpassungsmaßnahmen für das Management von Stadtbäumen und städtischen Wäldern sowie stadtteilbezogenes Hitzewarnsystem
  • Grüne Stadt der Zukunft: Lösungsansätze zum Umgang mit den Herausforderungen des Klimawandels und der Nachverdichtung in Großstädten
  • GoingVis: Hitzeanpassung in Kleinstädten unter Einbindung der Bevölkerung und lokaler Akteure
  • SMARTilience: Unterstützung kommunaler Entscheidungsträger bei der Umsetzung einer klimaresilienten Stadtentwicklung
  • iSAP: Stadt-regionales Online-Informations- und Beratungstool zur Klimaanpassung
  • R2K-Klim+: Strategisches Entscheidungsunterstützungstool zur Anpassung an den Klimawandel
  • ProPolis: Transfer des Stadtklimamodells PALM-4U in die Praxis und Erprobung der Anwendung des Modells mit Praxispartnern
  • ClimXtreme: Wissen über das Auftreten von extremen Wetter- und Klimaereignissen wie Hitzewellen als Grundlage für Anpassungsmaßnahmen
  • iResilience: „Fahrpläne" für die Entwicklung klimarobuster Quartiere (abgeschlossen)

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